Meldung vom 17.04.2026
Mit den „Best-of-5“-Serien beginnt die entscheidende Phase der Saison. Titelverteidiger und #2-Seed UNGER STEEL Gunners Oberwart peilen den Three-Peat an, Top-Seed Hefte Helfen Bulls Kapfenberg will seine dominante Saison krönen. Dahinter lauern mit dem BC Vienna, den Flyers Wels und Co. gleich mehrere Teams auf ihre Chance. Die Ausgangslage ist klar, doch in den Playoffs braucht es mehr als Favoritenrollen. Es braucht Spieler und Trainer, die im richtigen Moment den Unterschied machen.
Hefte Helfen Bulls Kapfenberg: Taye Fields
Alle Augen sind auf MVP-Kandidat Andrew Jones gerichtet – doch genau darin könnte die Chance für Taye Fields liegen. Der Allrounder liefert konstant Double-Doubles, ist defensiv eine Macht und extrem präsent in der Zone. Sollte die Defense sich auf Jones fokussieren, muss Fields offensiv noch mehr Verantwortung übernehmen. Gelingt ihm das, wird er zum Schlüsselspieler auf dem Weg zum Titel.
UNGER STEEL Gunners Oberwart: Sebastian Käferle
Der Meister kommt rechtzeitig in Form und mit ihm Kapitän Sebastian Käferle. Nach seinem Mittelhandbruch arbeitet er sich Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke. In einem Kader ohne die ganz großen Legionärsnamen der vergangenen Jahre wird die Rolle der Österreicher noch wichtiger. In engen Playoff-Spielen, wenn Entscheidungen fallen, wird viel an Käferle hängen.
BC Vienna: Borislav Mladenov
Das Starensemble aus Wien ist – sofern komplett – wohl der Topfavorit auf den Titel. Borislav Mladenov ist dabei der Go-to-Guy: knapp 18 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists sprechen für sich. Die Frage wird sein, ob Vienna nach der ABA-Doppelbelastung die nötige Intensität halten bzw. Mladenov sein Team in den entscheidenden Phasen anpeitschen kann. Wenn ja, führt kaum ein Weg an den Bundeshauptstädtern vorbei.
Raiffeisen Flyers Wels: Marcus Azor
Marcus Azor spielt eine überragende Saison und ist nicht nur MVP-Kandidat, sondern auch einer der größten „Most Improved“-Spieler der Liga. 19,5 Punkte, sechs Assists und starke Allround-Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach Cup-Titel und MVP fehlt nur noch der ganz große Wurf. Liefert Azor auch in den Playoffs, ist für Wels alles möglich.
UBSC Raiffeisen Graz: Tevin Brewer
Knapp 20 Punkte und neun Assists pro Spiel – Tevin Brewer ist das offensive Herz der Grazer. Der 1,72 Meter große Guard trägt sein Team wie kaum ein anderer Spieler der Liga. Doch gerade kleine Guards haben es in der Postseason oft schwerer, wenn die Defense physischer wird. Kann Brewer dagegenhalten, wird Graz brandgefährlich.
BK Karbon-X Dukes: Sylven Landesberg
Mit dem Comeback von Sylven Landesberg kehrt auch die Hoffnung zurück. Der Nationalteamspieler bringt Erfahrung, Scoring und Leadership. Doch nach monatelanger Pause bleibt die Frage nach dem Rhythmus. Findet er rechtzeitig zu seiner Form, kann er eine Serie im Alleingang entscheiden.
Raiffeisen Swans Gmunden: Daniel Friedrich
Die Swans kommen mit zehn Siegen in Folge in die Playoffs und maßgeblichen Anteil daran: Kapitän Daniel Friedrich. Nach einem schwierigen Saisonstart scheint er rechtzeitig zu alter Stärke gefunden zu haben. Als Routinier im „Small Ball“-System muss er die Uhr noch einmal zurückdrehen, wenn Gmunden als Underdog überraschen will.
druck.at Traiskirchen Lions: Benedikt Danek
Bei den Lions liegt der X-Faktor an der Seitenlinie. Coach Benedikt Danek muss gegen das stärkste Team der Liga Lösungen finden. Talent ist vorhanden, doch in den Playoffs entscheiden Anpassungen, Matchups und Gameplans. Will Traiskirchen überraschen, braucht es ein taktisches Meisterstück.
Playoff-Start im Überblick
Samstag, 18. April 2026
- BC Vienna vs. BK Karbon-X Dukes (17:30)
- Hefte Helfen Bulls Kapfenberg vs. druck.at Traiskirchen Lions (19:00)
- Raiffeisen Flyers Wels vs. UBSC Raiffeisen Graz (19:00)
Sonntag, 19. April 2026
- UNGER STEEL Gunners Oberwart vs. Raiffeisen Swans Gmunden (15:00, live auf ORF Sport+)
Einen Ausblick auf jede Serie gibt es
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