Meldung vom 04.08.2026
Die defensive Handschrift von Coach Beata Renertova ist auch gegen die Baltinnen, die ihre restlichen Gruppenspiele gewinnen konnten, von Beginn an klar zu sehen: Die Österreicherinnen machen gegen die 1,94 m große Gabija Galvanauskaite, MVP beim B-EM-Titel 2025, inside dicht (nur sechs Punkte) und kassieren erst nach 4:47 Minuten durch einen Freiwurf den ersten Gegenpunkt. In einem punktarmen ersten Viertel liegt Rot-Weiß-Rot 5:6 zurück, bringt durch frühe Rotation aber durchgehend extrem hohe Intensität und führt nach zehn Minuten 10:6. Litauen hält zu diesem Zeitpunkt bei 2/15 Feldwürfen und neun Turnovers.
Im zweiten Abschnitt finden beide Teams offensiv etwas besser in den Rhythmus, die Österreicherinnen sind weiterhin das bessere Team und ziehen auf 24:14 davon. Zur Halbzeit heißt es 25:18.
Schwieriges drittes Viertel erfolgreich überstanden
Ein hartes drittes Viertel war zu erwarten, denn Litauen konnte dieses im bis dahin knappen Spiel gegen Luxemburg mit 23:0 gewinnen. Auch diesmal kommen die Baltinnen defensiv sehr aggressiv aus der Pause, was Rot-Weiß-Rot zu Fehlern zwingt und 26:27 in Rückstand geraten lässt. Sophia Kuranovic und Maria Brunner halten mit wichtigen Körben dagegen und stellen auf 33:29, Lara Mayr mit einem „and one“ auf 36:31. Obwohl sich das ÖBV-Team in dieser Phase weiter schwer tut und einen 0:7-Lauf kassiert, bleibt die Renertova-Truppe cool, verteidigt konsequent, und nach zwei toughen Abschlüssen von Brunner und Freiwürfen von Penda Sutterlüty-Fall steht es nach 30 Minuten 42:38.
Da bereits alle zwölf Spielerinnen ins Spiel gekommen sind, bleiben für den Schlussabschnitt noch genügend Kraftreserven übrig. Vier Minuten gelingt zwar kein Punkt, aber der Einsatz ist weiterhin enorm und Litauen kann nur auf 41:42 verkürzen. Kuranovic bricht mit einem Mitteldistanzwurf den Bann, Emma Kress legt einen Dreier nach und die Führung wächst auf 48:41 an. Noch einmal kontert Litauen zum 44:48, aber die Österreicherinnen lassen defensiv und am Rebound alles auf dem Feld. Princess Samanzi nach schönem Pass von Kuranovic und zwei Mal Mayr sorgen unter dem Korb für den entscheidenden 6:0-Run, das Team jubelt nach dieser großartigen Leistung ausgelassen!
Gruppen-Abschluss gegen Irland
„Wir wussten, es wird ein sehr schweres Spiel. Wir haben uns sehr lange und intensiv darauf vorbereitet. Wir haben sehr gut gestartet und konnten diese Führung bis zum Ende halten. Wir haben sehr gut als Mannschaft gekämpft und am Ende verdient gewonnen“, freut sich Co-Captain Lara Mayr.
Am Mittwoch (20 Uhr MESZ) kommt es zum abschließenden Gruppenspiel gegen Irland: Ein Sieg bzw. eine Niederlage mit bis zu neun Punkten reicht Österreich zum ersten Platz, eine Niederlage mit genau zehn Punkten zum zweiten und damit ebenfalls noch zum Viertelfinal-Einzug.
WU18 EuroBasket, Division B, Tulcea, Gruppe C:
Österreich – Litauen 54:44 (10:6, 25:18, 42:38)
Österreich: Lara Mayr 12 (5 Rebounds, 3 Steals), Maria Brunner 11 (4 Steals, 2 Blocks), Sophia Kuranovic 11 (12 Rebounds, 6 Assists), Emma Kress 7, Princess Samanzi 5 (7 Rebounds), Sophie Kunert 4, Agnes Kunert 2, Penda Sutterlüty-Fall 2, Hanna Cimmermann, Gloria Kittinger, Linda Sammer-Forcher, Alice Schiavinato
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