Ungarn übernahm von Beginn an die Kontrolle und setzte sich bereits im ersten Viertel ab. Besonders ein 19:0-Lauf des Nachbarlands bereitete Österreich große Probleme und ließ den Rückstand zwischenzeitlich auf 26 Punkte anwachsen. Zur Halbzeit lag die Barkus-Auswahl mit 23:42 zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ungarn zunächst tonangebend. Während Österreich am Rebound gut dagegenhielt und diesmal auch seine Ballverluste besser unter Kontrolle hatte, fehlte offensiv der nötige Spielfluss. Nur neun Assists standen am Ende 18 der Ungarn gegenüber. Vor allem die schwache Wurfausbeute machte eine Aufholjagd lange schwierig: Von jenseits der Dreierlinie traf Rot-Weiß-Rot lediglich 12,5 Prozent, auch an der Freiwurflinie blieben mit 53,1 Prozent zahlreiche Punkte liegen.
Im Schlussviertel zeigte Österreich dann aber Moral. Angeführt von einem starken Markus Iancu startete das Team einen 9:0-Lauf und verkürzte den Rückstand von 20 auf elf Punkte. Insgesamt ging der letzte Abschnitt klar mit 28:19 an Österreich, für den Turnaround reichte es allerdings nicht mehr.
Iancu überzeugte mit einer starken Allroundleistung und kam auf 17 Punkte, fünf Rebounds, vier Assists und vier Steals. Kwemtochukwu Asuzu steuerte 12 Punkte bei, Horace Akanati-Palt und Aidan Wheeler jeweils neun. Ungarn präsentierte sich offensiv sehr ausgeglichen: Gleich sieben Spieler erzielten acht oder mehr Punkte.
Bereits am heutigen Samstag geht es für Österreich in der Gruppenphase weiter. Mit Dänemark wartet dabei ein Gegner, der ebenfalls noch auf seinen ersten Sieg bei dieser Europameisterschaft wartet.
MU16 EuroBasket Division B, Skopje, Gruppe D:
Ungarn – Österreich 75:63 (27:11, 15:12, 14:12, 19:28)
Österreich: Markus Iancu 17 (5 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals), Kwemtochukwu Asuzu 12, Horace Akanati-Palt und Aidan Wheeler je 9, Gabriel Kunert 8, Niklas Neunkirchner 4, Kester Bijor und Malik Fussi je 2.