Österreich erwischte nach einem frühen 0:12-Lauf der Esten einen Fehlstart, kämpfte sich aber noch im ersten Viertel zurück. Nach zehn Minuten lag Rot-Weiß-Rot mit 15:17 im Hintertreffen und hielt die Partie auch im zweiten Abschnitt weitgehend offen. Estland konnte sich bis zur Pause dennoch etwas absetzen und ging mit einer 34:26-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel machte sich vor allem die schwache Wurfausbeute der Österreicher bemerkbar. Zwar gelang es der Barkus-Auswahl im dritten Viertel noch einmal, mit einem 7:0-Lauf auf 33:43 zu verkürzen, Estland antwortete jedoch prompt und zog bis zum Ende des Abschnitts auf 51:33 davon.
Im Schlussviertel ließen die Balten nichts mehr anbrennen. Österreich fand offensiv weiterhin kaum einen Rhythmus und musste sich letztlich deutlich mit 45:66 geschlagen geben.
Offensiv kein österreichischer Tag
Vor allem aus der Distanz wollte diesmal wenig fallen. Österreich traf lediglich 8,7 Prozent seiner Dreipunktewürfe und auch von der Freiwurflinie nur 42,9 Prozent. Dazu kamen 26 Ballverluste, während sich Estland lediglich 16 Turnover leistete. Die Esten wussten diese Fehler konsequent zu bestrafen und erzielten doppelt so viele Fastbreakpunkte wie Österreich. Auch bei den Punkten aus zweiten Chancen hatte der Gruppenerste deutlich die Nase vorne.
Bester österreichischer Werfer war Milija Rajic mit 9 Punkten und 5 Rebounds in nur 14 Minuten. Horace Akanati-Palt kam auf 7 Punkte und 4 Assists, Kwemtochukwu Asuzu verbuchte neben 6 Punkten auch 8 Rebounds. Niklas Neunkirchner steuerte ebenfalls 6 Punkte und 7 Rebounds bei.
Österreich beendet die Gruppenphase mit einem Sieg und drei Niederlagen. Welche Platzierung das in Gruppe D endgültig bedeutet, entscheidet sich nach den noch ausstehenden Partien der Konkurrenz.
MU16 EuroBasket Division B, Skopje, Gruppe D:
Estland – Österreich 66:45 (17:15, 17:11, 17:7, 15:12)
Österreich: Milija Rajic 9 (5 Rebounds), Horace Akanati-Palt 7 (4 Assists), Leonard Merdler 6, Niklas Neunkirchner 6 (7 Rebounds), Kwemtochukwu Asuzu 6 (8 Rebounds), Gabriel Kunert 4, Colin Bannert 2, Markus Iancu 2, Konstantin Seher 2, Kester Bijor 1.