Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie allerdings innerhalb weniger Minuten. Österreich fand offensiv kaum noch Lösungen, während die Ukraine ihre Chancen konsequent nutzte. Mit 31 Punkten entschieden die Ukrainerinnen den dritten Abschnitt mit 31:11 für sich und zogen auf 56:32 davon.
Von diesem Rückschlag erholte sich die Kuranovic-Auswahl nicht mehr. Positiv: Im Schlussviertel stabilisierte sich Österreich wieder und gestaltete auch diesen Abschnitt mit 10:16 weitgehend ausgeglichen. Am deutlichen 42:72-Endstand ließ sich allerdings nichts mehr ändern.
Wurfquoten und Ballverluste als Knackpunkt
Gerade offensiv machte sich bei den jungen Österreicherinnen im ersten EM-Spiel wohl auch etwas Nervosität bemerkbar. Lediglich 27 Prozent der Zweipunktewürfe und 15,4 Prozent von außen fanden ihr Ziel, auch von der Freiwurflinie blieben mit 51,6 Prozent zahlreiche Punkte liegen.
Hinzu kamen 39 Ballverluste, während die Ukraine den Ball lediglich 23-mal abgab. Dass Österreich trotzdem über weite Strecken mithalten konnte, lag nicht zuletzt an einer starken Arbeit unter den Körben: Das Reboundduell gegen die körperlich starken Ukrainerinnen ging mit 51:46 sogar an Rot-Weiß-Rot.
Beste österreichische Werferin war Paula Havlicek mit acht Punkten und drei Steals. Julia Sina McCarthy kam auf sechs Zähler. Emilia Winkler sammelte neben fünf Punkten starke acht Rebounds, Mia Reindl verbuchte fünf Punkte, sieben Rebounds und vier Steals.
Für Österreich gilt es nun, das Positive mitzunehmen und vor allem offensiv einen Schritt nach vorne zu machen. Am Mittwoch (16:00 Uhr) wartet mit Finnland bereits das zweite und letzte Spiel der Gruppenphase.
WU16 EuroBasket Division B, Bertrange, Gruppe C:
Österreich – Ukraine 42:72 (10:15, 11:10, 11:31, 10:16)
Österreich: Paula Havlicek 8 (4 Rebounds, 3 Steals), Julia Sina McCarthy 6, Divine Chinedu 5, Emilia Winkler 5 (8 Rebounds), Mia Reindl 5 (7 Rebounds, 4 Steals), Lorena Petrusic 4, Joan Iziengbuwa Oriakhi 3 (5 Rebounds, 4 Steals), Jessica Pena Huertas 3, Jana Mayr 2, Anika Hofer 1.