Meldung vom 01.03.2026
Das österreichische Herren-Nationalteam hat im Rahmen der European Qualifier für den FIBA World Cup 2027 seinen ersten Sieg eingefahren. Nach einer intensiven Begegnung, in der Rot-Weiß-Rot über weite Strecken – und auch zweistellig – in Rückstand lag, wurde die Niederlande mit 88:87 besiegt. 2,8 Sekunden vor dem Ende gelang Timo Lanmüller aus der Distanz der entscheidende Treffer zu Österreichs erstem Sieg in der WM-Qualifikation. Fynn Schott war mit 19 Punkten Top-Scorer seiner Mannschaft. Zudem verbuchte er elf Rebounds und sorgte für sein zweites Double-Double in Folge.
Mit dem ersten Sieg bleibt Österreich nach vier von sechs Spielen weiterhin im Rennen um den Aufstieg. Abgeschlossen wird die Qualifikationsphase im Juli mit den Rückspielen gegen die beiden EM-Teilnehmer Polen (3. Juli in Wien) und Lettland (6. Juli auswärts). Die besten drei Teams aus Gruppe F erreichen die finale Qualifikationsphase.
Head Coach Aramis Naglic nahm im Vergleich mit dem Duell am Freitag eine Veränderung in der Starting-Five vor: Benjamin Schuch ersetzte Renato Poljak. Der Spanien-Legionär sorgte mit einem getroffenen Distanzwurf auch für die ersten Punkte in diesem Spiel – dann folgte eine etwa zwölfminütige Unterbrechung, da ein technischer Defekt bei den Bedienungselementen der Shot-Clock aufgetreten war.
Starker Run zu Beginn
Österreich dreht nach der Unterbrechung weiter auf, lag nach vier Minuten mit 7:0 voran. Dann fanden die Niederlande zu ihrem Spiel, generierten durch Fastbreaks und Transition ihren Rhythmus. Kapitän Bogic Vujosevic (15 PTS) und sein Team blieben aber dran, trotz sehr viel defensiven Drucks der „Oranje“. Deren Aggressivität machte sich dann aber in einem viertelübergreifenden 15:2-Run bemerkbar – und plötzlich lag Rot-Weiß-Rot mit 20:29 zurück. Auch durch einen zwischenzeitlichen zweistelligen Rückstand (22:32) ließ sich die Naglic-Truppe nicht abschütteln: Erfolgreiche „Isolation-Plays“ ermöglichten den Weg zurück ins Spiel – und Österreich hielt Kontakt zu den Niederländern. Zur Pause fehlten sieben Punkte (43:50).
Youngsters trumpfen auf
Im dritten Viertel lag die Naglic-Truppe wieder früh zweistellig zurück (47:57), ehe die beiden Youngsters Fynn Schott (19 PTS) und Benjamin Schuch (15) übernahmen: Vor allem „in the Paint“ kauften die beiden den Niederländern die Schneid ab und ermöglichten Österreich Punkt für Punkt näher zu kommen.
Der Beginn der Schlussphase erinnert ein wenig an jene von vor zwei Tagen, als sich Österreich in der Crunch-Time den Niederländern beugen musste. Doch je mehr Zeit von der Uhr kam, desto mehr „Big-Plays“ gelangen Rot-Weiß-Rot: Erol Ersek und Schuch trafen ihre Dreier mit Brett und 2,8 Sekunden vor dem Ende netzte Timo Lanmüller zur 88:87-Führung. Die letzte Possession der Niederländer verteidigte Österreich gut weg, der Ball fiel nicht – und der erste Sieg in der laufenden WM-Qualifikation war fixiert.
„Gratulation an meine Spieler. Wir haben diese Begegnung mit unserem Herz gewonnen. Wir haben gewusst, dass wir personelle Herausforderungen haben, dass die Niederlande wieder sehr intensiv spielen wird – aber wir haben komplett dagegengehalten und nie aufgegeben. Am Ende haben wir es gemeinsam geschafft, dieses Spiel zu gewinnen. Es war ein ‚Big Win‘. Wir sind in dieser Qualifikationsphase noch lange nicht fertig und werden im Juli alles geben, um den Aufstieg zu schaffen“, strahlte Aramis Naglic. Für den Kroaten, der das Herren-Nationalteam vergangenen Herbst von Chris O’Shea übernommen hatte, war es der erste Sieg.
Niederlande – Österreich 87:88 (50:43)