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Meldung vom 25.02.2026

Aron Stazic vor seinem Nationalteam-Debüt: „Ich bleibe vorerst in Wien und will den Titel holen“

© (c) Basketball Austria/Andreas Pichler-Kröss

Kurztext (517 Zeichen)Plaintext

Leistungsexplosion, NBA-Träume und das Erbe seines Vaters: Mit 18 ist Aron Stazic bereits Top-Scorer unter allen Österreichern in der win2day Basketball Superliga, Stammkraft bei BC Vienna, ABA-Starter gegen Roter Stern Belgrad und nun erstmals im finalen Kader des Herren-Nationalteams. Beim anstehenden Niederlande-Doppel der European Qualifiers für den FIBA World Cup 2027 gibt der Forward sein Debüt für Rot-Weiß-Rot. Basketball Austria hat ihn zuvor noch zum Gespräch gebeten.

Pressetext (5344 Zeichen)Plaintext

Der Sohn von Stjepan Stazic, der 2001 selbst knapp vor dem NBA-Sprung stand, gilt als eine der größten heimischen Nachwuchshoffnungen. Nach seiner Einladung zum NBA-Eurocamp, einer Breakout-Saison in der BSL und der ersten Nationalteam-Einberufung spricht Aron Stazic mit Basketball Austria über seinen Entwicklungsschub, internationale Lehrstunden und warum sein Fokus trotz aller Träume momentan ganz klar auf Wien liegt.

Basketball Austria: Aron, der Grunddurchgang ist gespielt. Ihr seid vorzeitig für die Playoffs qualifiziert, und du führst in der BSL alle Österreicher im Scoring an. Wie erklärst du dir diese Leistungsexplosion in einem Alter, in dem viele andere noch gar keine Profi-Erfahrung gesammelt haben?
Stazic: Diese sogenannte Leistungsexplosion erkläre ich mir vor allem damit, dass ich schon von Anfang an der Saison aggressiver gespielt habe als in den letzten zwei Jahren. Ein riesiger Unterschied ist aber auch unsere Mannschaft in dieser Saison. Ich habe wirklich gute und erfahrene Mitspieler, die mir sehr helfen, zum Beispiel Rashid Mahhalbašić. Wir verstehen uns auf dem Feld super, und er sowie die anderen Mitspieler geben mir zusammen mit dem Coaching-Staff das Vertrauen und die Unterstützung, die ich brauche. Und natürlich investiere ich selbst auch extrem viel, trainiere härter denn je, und das ist am Ende das Ergebnis dieser gesamten Kombination.

Du bist auch im ABA-Kader gestanden und hast sogar Minuten gegen Roter Stern Belgrad bekommen. Was hast du auf diesem internationalen Top-Niveau bislang am meisten gelernt und woran musst du noch arbeiten, um dort ein echter Faktor zu werden?
Gegen Roter Stern Belgrad hatte ich meinen ersten Start in der ABA-Liga, ich stand in der Starting Five. Was ich auf diesem internationalen Top-Niveau am meisten gelernt habe, ist, dass das Spiel sehr teamorientiert ist. Individuell sind alle Spieler natürlich fantastisch, aber sie agieren wirklich als Mannschaft. Es gibt weniger Eins-gegen-eins, alles läuft im Fluss, viel Ballbewegung, und kombiniert mit den individuellen Skills der Spieler macht das die Top-Teams aus. Was ich noch verbessern muss, um gegen solche Gegner auf so einem hohen Niveau ein echter Faktor zu werden, ist, in jedem Bereich mein Spiel weiterzuentwickeln. Ich muss einfach weiterhin hart arbeiten, all meine Spielsegmente verbessern und auf ein noch höheres Level bringen, damit ich mich in den nächsten Monaten und Saisons beweisen kann und auf diesem höchsten Level spiele.



Du zählst zum engen Favoritenkreis auf den Rising-Star-Award in der win2day BSL. Der letzte Gewinner, Aleksej Kostić, spielt mittlerweile an einem US-Top-College. Wie sieht dein Fahrplan aus: Österreich, Europa oder NCAA?
Mein weiterer Fahrplan ist ziemlich klar. Ich bleibe vorerst beim BC Vienna nächste Saison, und dann schauen wir weiter. Mein Ziel ist es, auf dem höchsten Level Basketball zu spielen – sei es in der NBA, der EuroLeague oder Top-Ligen weltweit. Die NCAA ist eine großartige Chance, und ich sehe, wie viele Spieler, mit denen ich gespielt habe, diesen Weg gehen. Das ist eine fantastische Möglichkeit und ein super Sprungbrett. Aber mein Hauptfokus liegt aktuell darauf, diese Saison mit dem BC Vienna den Titel zu gewinnen. Das ist das, worauf ich mich jetzt konzentriere.

Nach einer kurzen Phase im deutschen Nachwuchs läufst du nun erstmals für das österreichische Herren-Nationalteam auf. Was bedeutet dir das und was nimmst du dir für das kommende Window vor?
Wie bereits bekannt ist, werde ich für das österreichische Nationalteam auflaufen, und das bedeutet mir viel. Die kurze Phase mit der deutschen Nationalmannschaft war nur ein kleiner Abschnitt, und ich identifiziere mich nicht damit. Meine ersten offiziellen Spiele werde ich im Dress der österreichischen Nationalmannschaft bestreiten, worauf ich mich sehr freue. Was ich mir vorgenommen habe, ist, der Mannschaft so viel wie möglich zu helfen, das zu tun, was der Coach von mir verlangt, und mit der Mannschaft die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Du warst im Vorjahr beim NBA-Eurocamp und konntest dich dort mit internationalen Top-Prospects messen. Dein Vater Stjepan stand selbst einmal ganz knapp vor der NBA. Was konntest du von ihm lernen? Trainiert ihr gemeinsam? Und wer gewinnt im Eins-gegen-eins?
Was ich von meinem Vater lernen konnte und täglich lerne, ist, dass er mir in allen Aspekten hilft sei es Basketballerisch oder mental und in dem, was er gut gemacht hat, und auch in dem, wo er Schwächen hatte. Ich lerne aus seinen Stärken und aus den Sachen, die er selbst später in seiner Karriere verbessert hat . Seit ich elf Jahre alt bin, trainiere ich mit ihm, ergänzt durch verschiedene Teamcoaches im Nachwuchs, aber er war immer dabei, hat mich am meisten gefordert und auch am meisten kritisiert, wenn etwas nicht gepasst hat. Ich bin extrem dankbar, so jemanden zu haben, vor allem, weil es mein eigener Vater ist – das ist eine ganz besondere Verbindung. Und was das Eins-gegen-Eins angeht, die Frage ist, gegen welche Version ich spiele. Momentan, wenn wir jetzt spielen, stehen meine Chancen gut, aber wenn es ums reine Werfen geht, dann überrascht er uns im Training immer wieder, wenn er zehn oder 20 Dreier am Stück trifft. Das ist jedes Mal cool zu sehen.

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