Meldung vom 26.03.2026
Rebekka „Bekki“ Kalaydjiev hat mit Österreichs Nationalteam zuletzt nicht nur ihr Comeback gefeiert, sondern auch einen starken Lauf der ÖBV-Auswahl miterlebt. Die Österreicherinnen fixierten mit fünf Siegen und nur einer Niederlage den Aufstieg in die zweite Phase der EM-Qualifikation – Kalaydjiev kehrte dabei ins Nationalteam zurück und unterstrich einmal mehr ihren Wert als Spielmacherin. Im Podcast „Alles Andere Ist Primär“ sprach die 26-Jährige über das besondere Gefühl, wieder für Österreich aufzulaufen. „Der Fakt, dass sie mich einfliegen lassen und dass sie wollen, dass ich wirklich herkomme, das ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl“, sagte Kalaydjiev. Das Nationalteam sei für sie „auf jeden Fall eine Ehre“ und auch eine Bestätigung dafür, „dass es sich auszahlt, die Arbeit reinzustecken“.
Dass Kalaydjiev heute wieder auf diesem Niveau performt, ist bemerkenswert. 2021 erlitt die Wienerin bei einem Autounfall in den USA schwerste Verletzungen, kämpfte sich aber zurück aufs Parkett. Im Podcast spricht sie nüchtern über ihren Weg zurück: „Ich habe immer vom ersten Moment an, wo ich aufgewacht bin, daran geglaubt, wieder zu spielen.“ Nach dem Unfall habe sie zwar immer wieder Schmerzen und Rückschläge erlebt, doch ihr Zugang sei klar geblieben: „Wenn ich wieder spiele, dann will ich wieder dorthin, wo ich aufgehört habe.“
Sportlich passt Kalaydjiev derzeit in ein österreichisches Team, das sich in den vergangenen Monaten Riesensprünge gemacht hat. Im Podcast hob sie besonders die Chemie in der Mannschaft hervor: „Man sieht, dass wir ganz gut zusammenspielen – und das ist sicher auch, weil wir uns auch abseits des Courts gut verstehen.“ Auch über Neo-Teamchef Jesper Sundberg fand sie klare Worte: „Der ist ein richtig cooler Typ. Er hat eine Vision, er glaubt an uns, er ist motiviert – und das ist alles, was man braucht.“
Abseits des Nationalteams hat es Kalaydjiev nach Australien gezogen. Dort fühlt sie sich, wie sie im Podcast erzählt, „jedes Mal so wohl“. Seit heuer spielt sie in Tasmanien und verfolgt damit einen Traum, den sie schon länger mit sich trägt. Zuvor hatte die Wienerin, die nach ihrem US-College-Aufenthalt auch in Graz und zuletzt bei den Basket Flames spielte, ihre Karriere Schritt für Schritt wieder aufgebaut.
Dass sie heute wieder für Österreich am Feld steht, bedeutet ihr viel. Einen Moment beschreibt Kalaydjiev dabei als besonders: die Hymne vor dem Spiel. „Da geht die Gänsehaut durch den Körper“, sagt sie. „Du hast das Austria-Trikot an und kannst dein Land vertreten. Das ist einfach ein toller Moment.“
Wer mehr über Kalaydjievs Weg, ihre Zeit in Australien und ihre Gedanken zum Nationalteam erfahren will, kann sich hier die ganze Folge des Podcasts „Alles Andere Ist Primär“ anhören.