Meldung vom 01.08.2026
Die Slowaken, die im Turnierverlauf schon Dänemark nach einem 28-Punkte-Rückstand bezwingen und Semifinalist Frankreich lange fordern konnten, scoren zwar die ersten vier Punkte des Spiels, doch danach beweisen Pierce Thompson und Armin Kapic ein heißes Händchen, defensiv wird stark gearbeitet. Das ÖBV-Team legt auf 20:8 vor, mit 20:11 geht es in die erste Pause.
Kapic (16 Punkte in Hälfte eins) und Thompson (11) sind weiterhin nicht zu stoppen, aber auch die Slowaken treffen zwischenzeitlich hochprozentig, machen Probleme am Rebound (insgesamt 27 Offensiv-Rebounds) und verkürzen auf 24:30 und 26:32. Lenny Benczak und Co. sind nun giftig in der Defense und ziehen wieder auf elf Punkte davon. Günstig verlaufen auch die Schlusssekunden des zweiten Viertels: Die Slowakei trifft zwar einen Dreier mit wenig Zeit auf der Shot-Clock, aber Thompson scort per Drive und nach einem Fehlwurf der Slowaken wird Benczak mit 0,2 Sekunden auf der Uhr gefoult: Der Kapitän verwertet zwei Freiwürfe zum 43:31-Halbzeitstand.
Schwächeres drittes, souveränes viertes Viertel
Im dritten Viertel hat Österreich große Probleme zu scoren, der Vorsprung schmilzt auf 47:42, ehe Benczak und Thompson mit zwei Körben trotz Foul zum 52:42 für Entlastung sorgen. Offensiv und am Rebound tut sich Rot-Weiß-Rot aber weiter schwer, die Slowaken verkürzen erneut auf fünf Punkte, nach 30 Minuten heißt es 53:47.
Der Kampf um jede Possession geht im Schlussabschnitt weiter, doch nun ist das ÖBV-Team am Drücker: Kapic und Thompson punkten unter dem Korb, Tobias Rak steuert einen wichtigen Dreier bei und der Vorsprung wird wieder größer (61:50). Die Slowakei, die ihr Glück viel von außen versucht (8/41), trifft teils schwierige Dreipunkter und kommt noch einmal auf sechs Zähler heran (56:62). Thomas Chavez und Thompson versenken aber ebenso toughe Würfe, und wichtige Rebounds landen bei den Österreichern. Ein Dunk von Benczak wir umstrittenerweise aberkannt, doch weiter als auf 61:69 können die Gegner nicht mehr verkürzen, Chavez und Benczak machen den Sack endgültig zu.
„Das war ein enorm wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Wir haben phasenweise als Team sehr gut zusammengespielt und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht. Auf dieser Leistung wollen wir jetzt aufbauen“, sagt Guard Kilian Witzmann.
Zum Abschluss des Turniers geht es am Sonntag um 13 Uhr gegen Lettland, das Bulgarien mit einem 87:81 in die Division B schickte, um den 13. Platz und somit den Klassenerhalt.
MU18 EuroBasket, Rovereto, Plätze 13-16:
Slowakei – Österreich 61:75 (11:20, 31:43, 47:53)
Österreich: Pierce Thompson 22, Armin Kapic 19 (8 Rebounds), Lenny Benczak 14 (8 Rebounds, 5 Steals), Francis Chavez 10, Brian Aifuwa 3, Benjamin Kuranovic 3 (11 Rebounds), Tobias Rak 3, Kilian Witzmann 1, Jakob Edegger, Eris Javaragic, Jonas Mendl, Michael Unterleitner
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