Meldung vom 20.07.2026
Das österreichische MU18-Nationalteam hat seinen letzten Härtetest vor der FIBA U18 EuroBasket Division A absolviert. Gegen Bosnien und Herzegowina setzte es auswärts zwar zwei knappe Niederlagen (66:69 und 79:81), die Mannschaft von Head Coach Sebastian Waser präsentierte sich jedoch durchwegs auf Augenhöhe und konnte sich vor der diese Woche beginnenden Europameisterschaft in Trient erneut steigern.
Bereits das erste Duell am Freitag entwickelte sich zu einem defensiven Schlagabtausch mit EM-Charakter. Über die gesamten 40 Minuten konnte sich keine Mannschaft absetzen, ehe Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten der Gastgeber gaben.
Österreich überzeugte erneut mit dem von Head Coach Sebastian Waser geforderten aggressiven Defensivstil und zwang Bosnien zu 22 Ballverlusten. Allerdings leistete sich Rot-Weiß-Rot selbst 20 Turnover. Auch am Rebound war Österreich (38:50) deutlich unterlegen. Eine bessere Freiwurfquote (14/26) hätte die Partie dennoch in Richtung der Österreicher kippen lassen können.
Offensiv führten Armin Kapic mit 19 Punkten und zehn Rebounds sowie Kapitän Lenny Benczak mit 16 Zählern die Mannschaft an. Positiv fiel zudem die Breite des Kaders auf: Insgesamt zehn österreichische Spieler trugen sich in die Scorerliste ein – ein wichtiger Faktor für den schnellen Spielstil, der wohl auch bei der EM eine tiefe Rotation fordern wird.
Offensiv klar gesteigert
Nur einen Tag später präsentierte sich Österreich offensiv deutlich verbessert. Beim 79:81 entwickelte sich erneut ein bis in die Schlussphase offenes Spiel, in dem sich die Österreicher – wie schon am Vortag – nach einem kleinen Rückstand im vierten Viertel noch einmal zurückkämpften.
Während Bosnien mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung und sieben Spielern mit mindestens sechs Punkten sowie leichten Vorteilen in der Zone überzeugte, zeigte Österreich ebenfalls klare Fortschritte: Die Dreierquote stieg auf starke 42 Prozent (10/24), beim Rebound hatte Rot-Weiß-Rot diesmal sogar knapp mit 35:34 die Nase vorne und auch die Zahl der Ballverluste konnte reduziert werden.
Erneut verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Jeder eingesetzte österreichische Spieler punktete, angeführt von Lenny Benczak (18 Punkte, 8 Rebounds), Jonas Mendl (12), Armin Kapic (11 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists) und Jakob Edegger (10).
Die EM in der Division A startet bereits kommenden Samstag, 25. Juli. Österreich wird ab 20.30 Uhr gegen Frankreich erstmals im Einsatz sein. Anschließend trifft Österreich in einer wahren Hammergruppe auf Griechenland und Israel.
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