Nach der Auftaktniederlage gegen die Ukraine präsentierte sich Rot-Weiß-Rot vor allem offensiv deutlich verbessert. Das zeigte sich bereits in einer völlig ausgeglichenen Anfangsphase. Nach zehn Minuten stand es 20:20, ehe sich die Österreicherinnen im zweiten Abschnitt erstmals leichte Vorteile erarbeiteten. Mit einer 38:36-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Österreich zunächst am Drücker. Angeführt von einer überragenden Hana Hadzajlija setzte sich die Kuranovic-Auswahl im dritten Viertel zwischenzeitlich auf 57:47 ab. Die Zehn-Punkte-Führung knapp zwei Minuten vor Ende des Abschnitts sollte allerdings nicht reichen.
Finnland antwortete mit einem 11:0-Lauf über die Viertelpause hinweg und ging erstmals seit längerer Zeit wieder in Führung. Österreich hielt dagegen, Hadzajlija glich gut siebeneinhalb Minuten vor Schluss noch einmal zum 63:63 aus.
In der entscheidenden Phase hatten dann aber die Finninnen mehr Reserven. Während bei Österreich zunehmend die Kräfte schwanden und sich Ballverluste häuften, setzte sich der Favorit Stück für Stück ab. Insgesamt ging das Schlussviertel mit 27:14 an Finnland – und damit auch die Partie mit 82:71.
Hadzajlija mit nahezu perfektem Auftritt
Besonders bitter ist die Niederlage angesichts einer offensiv über weite Strecken hervorragenden österreichischen Vorstellung. Rot-Weiß-Rot traf starke 63,6 Prozent seiner Zweipunktewürfe und 45,5 Prozent von jenseits der Dreierlinie.
Allen voran Hadzajlija erwischte einen außergewöhnlichen Tag. Die 19-Punkte-Topscorerin traf sieben ihrer acht Würfe aus dem Feld, darunter alle drei Dreier, und verwandelte auch ihre beiden Freiwürfe.
Mia Reindl überzeugte mit 13 Punkten, fünf Rebounds, vier Assists und fünf Steals, Joan Iziengbuwa Oriakhi steuerte zehn Punkte und vier Steals bei.
Zum entscheidenden Problem wurden allerdings erneut die Ballverluste. Österreich leistete sich 37 Turnover, Finnland lediglich 22. Auch beim Rebound hatten die Finninnen mit 38:30 Vorteile.
Trotz der zweiten Niederlage machte die Mannschaft einen klaren Schritt nach vorne. Rot-Weiß-Rot beendet damit die Gruppenphase auf Rang drei der Gruppe C. Im abschließenden Platzierungsspiel trifft Österreich am Samstag (12:00 Uhr) auf Gastgeber Luxemburg.
WU16 EuroBasket Division B, Bertrange, Gruppe C:
Finnland – Österreich 82:71 (20:20, 16:18, 19:19, 27:14)
Österreich: Hana Hadzajlija 19, Mia Reindl 13 (5 Rebounds, 4 Assists, 5 Steals), Joan Iziengbuwa Oriakhi 10 (4 Steals), Paula Havlicek 8 (3 Steals), Lorena Petrusic 7, Jana Mayr 5, Emilia Winkler 4, Julia Sina McCarthy 3, Divine Chinedu 2.