Meldung vom 05.08.2026
Die Österreicherinnen starten mit vielen Ballverlusten gegen die Zonenverteidigung, zudem fasst Sophia Kuranovic schon in der dritten Minute ihr zweites Foul aus. Beim Stand von 3:9 erfängt sich die Truppe von Beata Renertova aber schnell, vor allem die Bank mit Sophie Kunert, Princess Samanzi, Agnes Kunert und Linda Sammer-Forcher verteidigt stark und forciert viele Gegenangriffpunkte. Mit einem 10:0-Run geht das ÖBV-Team 18:11 in Front, zur Pause heißt es 18:16.
Die Irinnen, die ein +11 zum Viertelfinal-Einzug benötigen, spielen befreit auf und stellen mit einem 11:0-Run auf 22:18 und wenig später auf 27:20. Angeführt von einer in der ersten Hälfte überragenden Agnes Kunert (11 Punkte, 17 Effizienz bis zur Halbzeit), kontert Österreich seinerseits mit einem 12:0-Lauf auf 32:27, mit 32:32 geht es in die Kabinen.
Nerven halten trotz Rückstand
Auch das dritte Viertel verläuft abwechslungsreich: Emma Kress, Sophie Kunert, Maria Brunner und Co. machen aus einem Fünf-Punkte-Rückstand einen 48:41-Vorsprung, der aber bis zum Abschnittsende auf 48:47 schmilzt.
In den letzten zehn Minuten geht das Zittern weiter: Samanzi, Kuranovic und Sophie Kunert halten offensiv dagegen, aber die Turnovers machen Rot-Weiß-Rot das Leben schwer. Als Irland gefährlich auf sechs Punkte Differenz erhöht, trifft Sammer-Forcher einen ganz wichtigen Dreier zum 58:61. Sophie Kunert verkürzt auf 60:61 und steht bei 14,3 Sekunden für zwei Freiwürfe auf der Linie. Nachdem der erste daneben geht, verhindert ein (wohl absichtlicher) Fehlwurf beim zweiten eine Verlängerung, in der Irland noch die Chance gehabt hätte höher zu gewinnen. Ein Last-Second-Shot von Kuranovic verfehlt zwar ebenfalls knapp sein Ziel, doch die Enttäuschung über die Niederlage hält nur einen Augenblick an, ehe das Team in Jubel über den Gruppensieg ausbricht.
Mannschaftliche Geschlossenheit als Trumpf
„Es war ein sehr emotionales Spiel. Wir wussten, dass wir mit ganz viel innerem Druck ins Spiel reinkommen, die Nervosität war anfänglich schon stark zu spüren. Nichtsdestotrotz haben wir in vielen Bereichen unsere Prinzipien eingehalten, haben trotzdem versucht hart zu kämpfen und sind immer wieder zurückgekommen. Man sieht auch, wie stark und tief wir als Mannschaft sind. Agnes Kunert und sämtliche anderen Spielerinnen, die in der Defense hart arbeiten, sind super in die Bresche gesprungen. Wir sind alle unheimlich stolz und froh, trotz der Niederlage die Gruppe auf Platz eins abzuschließen, und freuen uns so richtig auf das Viertelfinale“, ist Assistant Coach Dan Centeno happy. Ausschlaggebend sind neben 41 Bench Points schlussendlich 24 Offensivrebounds und 18 Second Chance Points.
Am Freitag um 15 Uhr MESZ wartet Großbritannien (Zweite der Gruppe D) im Viertelfinale. Am Samstag geht es entweder im Halbfinale oder in der Runde um die Plätze 5 bis 8 gegen Israel oder Island.
WU18 EuroBasket Division B, Gruppe C, Tulcea (ROM):
Irland – Österreich 61:60 (16:18, 32:32, 47:48)
Österreich: Sophie Kunert 17, Agnes Kunert 13 (4 Rebounds, 3 Steals), Emma Kress 6 (6 Assists, 4 Rebounds, 3 Steals), Sophia Kuranovic 6 (8 Rebounds, 3 Steals, 3 Blocks), Linda Sammer-Forcher 6 (5 Rebounds, Plus/Minus +20), Maria Brunner 5, Princess Samanzi 5 (5 Rebounds, 3 Steals), Lara Mayr 2, Hanna Cimmermann, Penda Sutterlüty-Fall; Gloria Kittinger, Alice Schiavinato
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