Meldung vom 09.08.2026
Das österreichische WU18-Nationalteam landet bei der FIBA U18 Women's EuroBasket Division B in Tulcea (Rumänien) auf Rang vier. Im Spiel um Platz drei muss sich die ÖBV-Auswahl Litauen mit 64:71 geschlagen geben. Damit verpasst Österreich zwar den Aufstieg in die Division A denkbar knapp, blickt aber auf ein herausragendes Turnier zurück: Nur ein Sieg fehlte am Ende auf den historischen Aufstieg ins höchste Level.
Österreich war im "kleinen Finale" von Beginn an gefordert. Die Litauerinnen erwischten den besseren Start und gingen mit einer 19:11-Führung aus dem ersten Viertel. Das Team von Beata Renertova ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielt den Rückstand bis zum Seitenwechsel in Grenzen. Zur Halbzeit lag die ÖBV-Auswahl mit zehn Punkten hinten (29:39).
Nach der Pause blieb Österreich hartnäckig und verkürzte den Rückstand. Litauen konnte den Vorsprung jedoch behaupten und ging mit einer 56:48-Führung in den Schlussabschnitt. Dort versuchte Österreich noch einmal alles, um die Partie zu drehen. Am Ende reichte es trotz großer Moral nicht mehr: Litauen setzte sich mit 71:64 durch und sicherte sich damit den dritten Platz und gleichzeitig den Aufstieg in die Division A.
"Litauen war heute die bessere Mannschaft und ist verdien Dritter geworden. Wir können dennoch wahnsinnig stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben in diesem Turnier immer wieder gezeigt, dass wir immer wieder von Rückständen zurückkommen und das haben wir heute auch wieder bewiesen. Leider hat es diesmal am Ende nicht gereicht", sagt Assistant Coach Dan Centeno.
Angeführt wurde Österreich zum EM-Abschluss von Sophia Kuranovic, die mit 21 Punkten und 13 Rebounds aufzeigte. Lara Mayr steuerte 18 Punkte bei, Sophie Kunert (10) scorte ebenfalls zweistellig. Insgesamt holte Österreich 40 Rebounds und traf starke 41,7 Prozent von der Dreierlinie.
Für Assistant Coach Dan Centeno überwiegt trotz der Enttäuschung über das verpasste Podium ganz klar der Stolz: "Die Niederlage schmerzt natürlich, aber wir blicken auf ein wunderbares Turnier zurück. Wir haben das Maximum herausgeholt und sämtliche Erwartungen weit übertroffen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir diese EM mit diesem Team erleben durften."
Ein Turnier für die Geschichtsbücher
Was bleibt, ist eine außergewöhnliche Europameisterschaft, in die Österreich mit drei Siegen aus vier Gruppenspielen startete und als Gruppensieger ins Viertelfinale einzog. In der Runde der besten Acht siegte die Renertova-Auswahl gegen Großbritannien 61:49 und schrieb so das Märchen weiter. Erst ein 63:78 gegen Israel im Semifinale beendete den Traum vom EM-Titel.
Der vierte Platz und die Tatsache, dass das Team nur einen Sieg vom historischen Aufstieg in die Division A entfernt war, zählen zu den bislang größten Erfolgen des österreichischen Damen-Basketballs.